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2010 - März - 10. Tag
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P E N T A X 645D DIGITAL - Pentax zeigt echtes Format
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Die Pentax 645 Digital - lange erwartet und endlich wahr! Nach Japan kommt sie 2011 auch endlich nach Europa. Der Anfangspreis
wird bei rund 11.000 Euro liegen. Pentax wollte zunächst wieder Objektive produzieren und ein neues Vertriebsnetz aufbauen will, da die Kamera auf größeres Interesse stößt.
Wer sie in die Hand nehmen dufte, wollte sie nicht mehr loslassen... keine andere Kamera weltweit fühlt sich so perfekt an,
keine Leica, keine Hasselblad, keine Mamiya und schon gar keine Canon oder Nikon oder Sony, vielleicht noch die Olympus E1... Ab Frühjahr soll es zusätzlich zum neuen 2,8/55 mm Standard-Objektiv auch ein 2,8/25
mm Superweitwinkel geben. Die Fotografen, die in den letzten 30 Jahren in Europa Pentax Mittelformat 645 Kameras eingesetzt haben kann man vermutlich zählen. In anderen Ländern war das Kamerakonzept wesentlich
erfolgreicher, besonders in den USA und Frankreich traf ich immer viele Kollegen mit der 645.Hierzulande war das Interesse an der Pentax 67 größer und Hasselblad-, Rollei- und Mamiya-Kameras begehrter. Ich habe mich
in den 80iger Jahren schnell und bewusst für die Pentax 645 entschieden. Nach meinen ausgiebigen Tests waren die Objektive auf Zeiss/Hasselblad Niveau, aber erheblich preiswerter bei gleicher Haltbarkeit. Und
optisch empfand ich die gelieferte Qualität besser als die der Mamiya und Zenza-Bronica Rechnungen.Ich ging auch den Schritt weiter mit der 645n und arbeitete auch gerne mit Autofokus auf den überlegenen
Rollfilmen.Nur das Update auf die Pentax 645nII mit Spiegelvorauslösung bin ich nicht mit gegangen (die ich bei den Vorgänger-Modellen nie vermisst hatte, weil die Spiegeldämpfung der Kameras – gemessen an den
Mitbewerbern immer vorbildlich war). Der Pentax Sensor ist von Kodak, ein CCD ohne Anti-Aliasing-Filter mit 40MP und 33x44 mm Größe - um nahezu 60% größer als alle Vollformat-Sensoren und Kleinbild. Ich sehe
die Pentax 645D weniger als Kamerakonzept gegen die Hasselblad – vielmehr gegen Canon, Nikon, Sony Vollformat und deutlich günstiger als Leica. Ich finde das ein Vergleich mit alten Mittelformatkameras für Rollfilm
hier gar nicht ernsthaft geführt werden kann Pentax bietet seinen Kunden Mittelformat anstatt Vollformat, bei vergleichbarer Kompaktheit und erheblich besserer Performance! Hier setzt jetzt die Pentax 645D an,
größeres Format, beinahe doppelte Auflösung (gemessen an 12 MP), vieles der gewohnten System-Technik verfügbar. Vom Sucher erwarte ich die gleiche einzigartige Bilddarstellung der Vorgängermodelle, dann lässt sie
für mich alle Mitbewerber in diesem Punkt hinter sich.
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Warum jetzt Mittelformat?
Früher betrat man mit einer Mittelformatkamera eine ganz andere Foto-Welt
Die Kameras belichteten auf Rollfilme. Es gab Kameras für bis annähernd 6 cm war jede Bildhöhe des Formats machbar, so konnte der Film mit 6x9, 8x8, 6x7, 6x6 und 6x4,5 cm Formaten
belichtet werden. Die Rollfilm-Emulsion bot eine ganz andere
Qualität, Schärfe, Auflösung, Farben als ein Kleinbildfilm. Sie war besser zu retuschieren und unempfindlicher gegen Beschädigung. Doch mit dem Mittelformat-Kameras und Objektiven musste man
seine Fotografierkenntnisse vertiefen. Es war in aller Regel ein Stativ erforderlich und ein sehr bewußter und präziser Umgang mit der Kamera. Erst das kleinere Format 6x4,5 cm machte Mamiya bot
seine erste 645 Kamera 1976 an und Pentax folgte 1984 mit der ersten Pentax 645.schuf Pentax eine sehr kompakte, moderne Kamera mit wunderbarem großem Sucher und automatischen Filmtransport. Allerdings
verzichtete Pentax auf Wechselsucher und Wechselmagazin – womit viele hierzulande nicht warm wurden. Sie konnten die Vorteile der kompakteren Kamera mit dem tollen Sucher und der geringsten
Spiegelerschütterung nicht erkennen, ganz abgesehen von dem besonders guten Objektiv-Sortiment. Mamiya realisierte ein ähnliches Konzept erst Jahre später.
Auch heute gilt, je kleiner der Sensor, desto bezahlbarer die Kamera, desto kompakter und desto mehr Möglichkeiten
mit verschiedenen Brennweiten und Lichtstärken. Eine Kamera mit echtem 6x4,5 cm Aufnahmeformat ist preislich derzeit nicht in einer Preisregion um 10.000 Euro machbar und auch nur für wenige Zwecke
erforderlich. Von Phase One und Hasselblad gibt es entsprechende Rückteile mit Aufnahmesensoren die doppelt so groß und größer sind als Kleinbild bzw. Vollformat (24x36 mm). Sowohl Hasselblad, Mamiya,
Leica und Pentax verwenden jetzt Sensoren mit einer Größe von meist 33x44 mm oder 30x45 cm. Aber die Größe allein ist nicht der entscheidende Unterschied zum „Vollformat“. Heutige Vollformatsensoren
sind immer CMOS-Sensoren die stark durch Software zu niedrigem Bildrauschen optimiert werden.Alle Mittelformatsensoren sind aber bisher CCD-Sensoren, die aufgrund ihrer anderen Bauart ein erheblich
höheres Bildrauschen erzeugen, aber dafür bessere Schärfe, mehr Dynamik und bessere Farben liefern.
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Wenn größeres Sensor-Format – dann gleich Mittelformat, das hat Pentax als erster richtig erkannt, aber leider
erst jetzt richtig umgesetzt.
Die Objektive:
Bisher ist nur ein Objektiv angepasst und neu: das 2,8/55 mm entspricht dem Bildwinkel einer 43 mm
Normal-Brennweite. Anders als bei Kleinbild, ist im MF diese Brennweite unverzichtbar! In Deutschland wurde das MF-Objektivangebot leider schon früh immer weiter zurück gefahren. und es war
schwierig an die neuesten Zoom Linsen wie 4,5/33-55 mm, 4,5/55-110 mm und 5,6/150-300 mm heran zu kommen. Ich hoffe sehr, dass die Objektive auch bald wieder verfügbar sind.
Allerdings aufgrund des kleineren Formats (Pentax 645D Objektiv-Brennweite x 0,79 ergibt sich ein Umrechnungsfaktor: Kleinbildbrennweite / Vergrößerungsfaktor 1,27
x). So besteht ein erheblicher Bedarf an Objektiven mit 84° Bildwinkel, dass einem 24 mm Kleinbildobjektiv entspricht. Dazu wird Pentax rasch ein 4,0/25 mm Weitwinkel-Objektiv
und weitere Weitwinkel-Rechnungen präsentieren. Ein vorhandenes Pentax 3,5/35 mm zeigt nur den Bildwinkel eines 3,5/27 mm, das bei 33 mm beginnende Zoom (4,5/33-55 mm) zeigt immerhin
vergleichbar 25 mm Brennweite. Also das kommende 4,0/25 mm – vergleichbar 20 mm KB-Brennweite. Mamiya und Hasselblad verfügen über 28 mm Brennweite! Als nächstes wird ein 33 mm gebraucht und ebenso
wichtig fände ich ein 2,5/115 mm als Porträt-Linse!
Nur mit solchen zwei Objektiven werden die wichtigsten Einsatzgebiete für die Kamera sehr gut abgedeckt.
Für lange Telebrennweiten, jenseits 400 mm ist sie ohnehin nicht geschaffen, obwohl es von Pentax auch ein manuelles 5,6/600 mm 645 gab.
Pentax 645 Objektive: (19 verschiedene) Viele gab es zuvor als manuelles Objektiv – Bezeichnung A oder A* FA
bezeichnet die neuere Version mit Autofokus.
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Welche Pentax AF Objektive gab es bisher:
AUTOFOKUS: 19 Objektive - vom Feinsten FA 3,5/35 mm = 28 mm KB
FA 2,8/45 mm = 35 mm KB
FA 2,8/55 mm = 43 mm KB
FA 2,8/75 mm = 60 mm KB
FA 4,0/120 mm Macro = 95 mm KB FA 2,8/150 mm = 120 mm KB
FA 4,0/200 mm = 160 mm KB
FA* 4,0/300 mm = 240 mm KB
FA* 5,6/300 mm = 240 mm KB
FA* 5,6/400 mm = 320 mm KB FA 4,5/33-55 mm FA 4,0/45-85 mm FA 4,5/55-110 mm FA 4,5/80-160 mm FA 5,6/150-300 mm
Manuell kam es zusätzlich zu diesen Objektiven:
A 2,8/75 mm LS (Zentralverschluß) A 4,0/135 mm LS (Zentralverschluß) A 3,5/150 mm A* 4,0/600 mm
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Welche Pentax 645 Objektive sind also spannend bevor es digitale Neurechnungen gibt? Das Normalobjektiv hat im
Mittelformat einen ganz anderen Stellenwert und wird von den allermeisten gleich mit dazu gekauft. Das das 2,8/55 mm einem 43 mm Kleinbild entspricht finde ich hierbei besonders attraktiv, das spart
ein 35 mm und für mich sogar ein 28 mm äquivalentes Objektiv. Weitwinkel-Objektiv: Auch im größeren Bildformat strebe ich meist die Dynamik eines 84° (KB = 24 mm) an. Das schöne 3,5/35 mm
entspricht an der 645D aber einem 27 mm Bildwinkel und ist somit fast schon langweilig. Bleibt nur das FA 4,5/33-55 mm das dann den Bildausschnitt eines 25-44 mm zeigt, weitwinkliger geht derzeit
nicht! Pentax hat aber in Japan schon ein weiteres Weitwinkel ohne genaue Angaben gezeigt – ein 4,0/25 mm.
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Typisch Pentax, lieber kompakt, handlich, leicht und außerhalb des Studios tauglich und dafür auf Magazin und
Wechselsucher verzichten.Bei den früheren Kameras hat Pentax so viele Kunden vergrault. Wer heute die Probleme mit der Anpassung der Digi-Rückteile und den nervigen Staub beim Sucherwechsel kennt, weiß
dass das Pentax Konzept jetzt durchaus besser zu bewerten ist. Mir wäre eine Kamera mit Baukasten-System, mit austauschbaren Sensoren, erheblich lieber gewesen. Doch die Probleme mit austauschbaren
Rückteilen bei Hasselblad und Mamiya sind nicht zu leugnen. Außerdem sind solche Kameras nie wirklich dicht zu bekommen und die Pentax 645D ist offensichtlich die bisher am besten abgedichtete
Mittelformatkamera überhaupt.Die 645D will ja nicht die Studiokönigin sein, sie könnte aber eine Landschafts- und Mode-Königin werden.
Ich habe in 25 Jahren zahlreiche Fotos durch Verwendung von Mittel- und Großformat-Kameras realisiert. Die großen
Formate und die Kameras hatten stets ihren eigenen Reiz, fernab von Auflösung und Bildschärfe.Das wird auch bei dieser Pentax 645D so sein, wenn der neue Sucher und Sensor gut sind wird sie den
Praxis-Vergleich mit jeder Vollformatkamera in ihrer Motiv-Domäne spielend gewinnen. Es sollen 500 Stück pro Monat gebaut werden.Bei einem Gesamtmarkt von etwa 5000 bis 8000 Mittelformatkameras jährlich
ist das sehr optimistisch, denn Pentax wird ja kaum den Jahresbedarf aller Fotografen alleine decken
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Einen ausführlichen Test lesen Sie bald im neuesten Blitz-Licht!
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