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2010 - Februar - 10. Tag                        

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Was macht Harry mit
“1200 mm” im Zoo?
Olympus E-3 mit Zuiko
E 2,8/300 mm + EC-20
 f:5,7; 1/180 Sek; 640 ISO;-1/2 Einbein + Bildstabi

Nikon AF-S Objektiv-Neuheiten -  Der Aufbruch bei Nikon

Meine ersten Gedanken:
Ein echte Überraschung, das FX-Vollformat: Ein Ultraweitwinkel-Zoom AF-S 4,0/16-35 mm VR II.
Das es Silent-Wave Ultraschall-AF hat, war ja unverzichtbar – nur so kann jederzeit schnell in die Scharfeinstellung eingegriffen werden und der Autofokus bleibt leise. Durchgehend Blende f: 4,0, das ist vielen Fotografen sehr wichtig. Nicht nur weil es Canon im
4,0/17-40 mm L schon seit 2003 anbietet, sondern auch weil Blende f: 2,8 immer entbehrlicher wird. Zusätzlich bringt eine zu große Offenblende immer gewaltige Randunschärfen und Streulichtempfindlichkeit. Im Weitwinkelbereich ist f: 4,0 sinnvoll wenn das Objektiv ab f: 5,6 richtig scharf zeichnet. Ich denke, Nikon hat hier kein Problem das bei diesem tollen Zoom sicher zu stellen.
Die wirkliche Überraschung ist aber für alle Insider der VR II Bildstabilisator neuester Generation. Den bietet Canon bisher nicht im Weitwinkelbereich (außer im 3,5-5,6/15-85 mm für Halbformat!). Sony Olympus und Pentax haben hier stark vorgelegt und immer noch den Kostenvorteil durch die Bildstabilisierung in den Kameras. Ich denke, dass Nikon hier unbedingt auf VR II setzen mußte, denn die kommenden Kameras werden sicher bald die 30 MP-Grenze sprengen und dann ist ein Bildstabilisator für superscharfe Aufnahmen unverzichtbar. Und schon heute, mit nur 12 Megapixeln sind die Ansprüche an die Verwacklungsfreiheit so hoch, das der bisherige VR kaum noch Wunder vollbringen kann. Zumal immer noch viele Fotografen Empfindlichkeiten von 1600 und 3200 ISO scheuen,
denn nur die könnten verwacklungsfreie Zeiten von 1/500 Sekunde und kürzer sicher stellen. Selbst auf dem Stativ hat VR oft noch einen nutzen, vor allem wenn stark abgeblendet werden soll oder der Wind weht.
Nikon startet auch mit diesem Zoom das ambitionierte Vorhaben, auch die Ultra-Weitwinkel-Vario-Objektive endlich von ihrem schlechteren Image zu befreien. Es ist mit Silent-Wave-Motor für geräuscharmen und schnellen Autofokus ausgestattet und das sichert eine allzeitige manuelle Fokussierung. Durch den hohen Preis von Uvp 1200 Euro kann sich das Nikkor nur zu leicht als „Profi-Objektiv“ bezeichnen. Pressefotografen werden sicher gerne ihr schweres 14-24 mm dagegen eintauschen.
An einer DX-Kamera ist es zwar nutzbar, aber es liefert nur einen kargen Zoom-Bereich von vergleichbar 4,0/24-52 mm. Doch wer zusätzlich das 2,8/70-200 mm Zoom hat wird bei vielen Motiven kein Zoom dazwischen vermissen.

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Ich für meinen Teil fand den Bereich von 35-70 mm bei Zooms schon immer entbehrlich. Lieber ein Lichtstarkes Fünfundreisiger und ein Fünfundachziger als Festbrennweiten dazu.

Ultra-Weitwinkel-Praxis:
Es ist schwer mit einem solchen Extremweitwinkel tolle Fotos zu schaffen. Ich war jahrelang mit den Nikons 17-35 mm, Sigmas
15-30 mm und sogar 12-24 mm unterwegs und arbeite heute mit 7-14 mm (FT) und habe lange gebraucht um regelmäßig gute Fotos zu bekommen, die auch noch dem wiederholten Blick stand halten.
Ultraweitwinkel dienen nicht dazu möglichst viel aufs Foto zu bekommen, sondern vielmehr dazu, den Betrachter in ein Geschehen hinein zu ziehen. Wo Teleobjektive immer außen vor bleiben und Nähe nur mit einer starken Vergrößerung schaffen können – versetzen einen große Bildwinkel unmittelbar ins Geschehen, wenn der Fotograf sein Handwerk versteht. Pressefotografen und Bildjournalisten nutzen sie täglich um in engen Räumen trotzdem noch eine Meute oder eine Stimmung einzufangen – doch das ist selten eine große Kunst und wird den Möglichkeiten eines solchen Objektives kaum gerecht.
Mit so großem Bildwinkel wird alles gleichzeitig sehr klein und sehr zusammen gedrängt – deshalb muß man mittenrein, oder einen Verlauf, einen Vordergrund, einen Pfad ins Bild einbauen – den Betrachter ins Geschehen hinein leiten. Auch sind kleine Sucher oder die heutigen Kameramonitore wenig geeignet um dem Fotografen einen guten Eindruck seiner möglichen Bildgestaltung zu geben. Ein großer Nikon D3 oder D700 ist da schon das minde
ste was man als Ungeübter verwenden sollte. Schon eine kleine Verkantung der Kamera führt zu deutlichen Verzerrungen, eine minimale Drehung mit der Kamera, eine kleine Veränderung der Entfernung oder der Brennweite führen zu einem völlig neuen Bild.

Mechanik und Belastbarkeit:
Die lange schlanke Metall-Polycarbonat-Konstruktion wirkt sehr sauber und wird sicher die höchsten Nikon Standards erfüllen.Mechanisch sieht es deutlich stabiler und geschützter aus, als das 14-24 mm. Es ist mit 680 relativ schwer (deutlich schwerer als 17-40 mm Canon = 500g) – das spricht für eine hochwertigere Verarbeitung.Bis heute hält nur Metall im Objektivbau die Glaselemente auf längere Sicht präzise an ihrem Platz. Die vom Nikkor DX 4/12-24 mm bekannte HB-23 Sonnenblende wird mitgeliefert. Sie ist besonders groß und ausladend und sie minimiert vermutlich den Spaß mit dem Zoom.

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Nikon 16-35mm VR

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Bei 16 mm bringt sie nicht viel und bei 35 mm noch weniger, dafür ist sie aber so breit, dass sie sich fast nur abgenommen im
Rucksack transportieren lässt. Es verfügt über zahlreiche Dichtungen, die sogar am Bajonett vor Nässe und Regen schützen.
Der Blendenring ist in den neuen Nikkor Objektiven endgültig dem dummen Rotstift sinnlos zum Opfer gefallen
.

Optische Eigenschaften, Kontrast, Auflösung und Farbtreue:

Zwei ED-Glas-Linsen und drei große asphärische Frontelemente bekämpfen die meisten Bildfehler.

Die besten Weitwinkel-Zoom-Objektive unter 24 mm:

  • 01.Olympus 4,0/7-14 mm
    • Nikon 2,8/14-24 mm
    • Panasonic 4/7-14 mm
    • Zeiss 2,8/16-35 mm
    • Canon 2,8/16-35 mm L II

Ich bin gespannt wo es sich einreiht!

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Vignettierung, Verzeichnung und Gegenlichtverhalten:
Die Vignettierung war bei den letzten Zoom-Objektiven von Nikon relativ ausgeprägt. Mancher denkt, das lässt sich ja leicht
mit der geeigneten Software in den Griff bekommen. Doch wo Randabschattung sichtbar wird, hilft
alleine kein einfaches Aufhellen,
denn in diesen Bereichen ist auch immer erheblich weniger Auflösung und Schärfe sichtbar. Wenn starke Vignettierungen sichtbar werden, deutet das praktisch immer auf ein unlösbares Randunschärfe-Problem hin. Solange der Fotograf sein Motiv immer schön in der Bildmitte anordnet ist alles prima, aber wehe der Gesamteindruck des Bildes zählt. Und hier sieht ein 2,8/14-24 mm dann auch erheblich schwächer aus als vergleichbare Zooms anderer Hersteller.

Zubehör:
Der Filterdurchmesser von 77 mm ist gerade noch akzeptabel. Zusätzlich gibt es die tolle Software-Lösung von NIK-Filter
(Color EFEX-Pro), die einen ungeahnten Spielraum erschließt.
Damit arbeite ich wirklich gerne, denn hinterher lässt sich viel leichter
und variabler filtern. Vielleicht einmal vom Polfilter abgesehen funktioniert Nik viel besser.

Im Vergleich & Kaufempfehlung:
Von Nikon mußte man bisher das 3,5-4,5/18-35 mm kaufen oder sehr viel Geld für ein 2,8/17-35 mm ausgeben. Bei Blende f: 8 nehmen sich beide nicht viel Schärfe weg, aber das Pro-Modell ist erheblich robuster gebaut.Das 2,8/14-24 mm wiederum ist ein Rekordversuch, mit dem das Fotografieren nur mit viel Übung und großer Vorsicht möglich ist. Es ist ein Glass-Koloss, schwer, unhandlich und man muß ihn jederzeit vor Staub und vor allem vor Stößen schützen. Alternativ gibt es für FX kein anderes wirklich gutes Zoom-Objektiv.
Hier haben es Canon-Fotografen seit Jahren einfacher mit dem 4,0/17-40 mm, auch wenn es eine hohe Serienstreuung aufweist.
Aus allen Möglichkeiten ist dieses 4,0/16-35 mm VR sicherlich die Beste. Der Bereich ist angenehm groß (nicht nur bis 24 mm!) und Blende f: 4,0 sorgt noch für einen helleren Sucher und ist in den allermeisten Fällen auch bei Dämmerung und Nacht absolut
ausreichend an den modernen Hochempfindlichkeits-Kameras. Die Brennweite von 16-35 mm ist heute nicht mehr wirklich aufregend, Canon bietet sie schon lange und selbst für Fans von extremen Fotos fast immer ausreichend. Der Sprung zum 14 mm ist zwar
nochmals deutlich, kommt aber nur beim geeigneten Motiv und entsprechender Inszenierung wirklich zur Geltung.
Ich persönlich brauche größere Bildwinkel als 84 Grad (24 mm Kleinbild) nur selten, hauptsächlich in Städten, in Gebäuden und engen Schluchten arbeite ich gerne damit. Für die Fotografen die noch mehr Weitwinkel als 24 mm brauchen und auch bildmäßig damit gut umgehen können, ist das neue Nikkor 16-35 mm sicherlich ein Segen. Die großen Bildwinkel machen mit FX-Vollformat mehr Freude, wenn man auf höchste Bildschärfe aus ist. Der Nachteil bleibt aber sicher auch bei diesem Zoom eine sehr hohe Randabschattung (Vignettierung) und eine deutliche Verzeichnung. Die Fotos müssen also zwangsläufig oft nachbearbeitet werden. Deshalb werde ich vermutlich auch nach dem Test dieses Zooms bei Olympus und dem 4,0/7-14 mm bleiben, denn dort entfällt die Nachbearbeitung fast völlig und an die Schärfe muß Nikon erst einmal heran kommen. Die Sensorauflösung ist da nur die halbe Miete.
Ich finde Nikon muß jetzt rasch ein
AF-S 4,0/24-105 mm VR,
AF-S 4,0/50-300 mm VR und
AF-S 4,0/70-200 mm folgen lassen.

Erster Eindruck:
Eine kleine Sensation – auch wenn es ein großes, langes und schweres Zoom ist!
Nikon ist nach seinen sogenannten Profizooms (2,8) endlich so weit, die wirklich wichtigen Zooms anzubieten und das 4,0/16-35 mm VR markiert da zweifelsohne eine neue Klasse! Für die jenigen, die eine solche Ultra-Weitwinkelbrennweite häufig brauchen, hat hier Nikon wieder einen guten Schlag gegen Canon und Sony gesetzt. Dank vernünftiger Lichtstärke, hoher Verarbeitungsqualität, Silent-Wave-AF und Bildstabilisator sehen die beiden Mitbewerber erst einmal zerknittert aus.

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Allerdings bleibt der gewaltige Preis von vermutlich rund 1000 Euro im Handel für die allermeisten eine uneinnehmbare Hürde.
Wenn Canon genüßlich sein 4/17-40 mm für 600 Euro verkauft und Sigma bald ein 4,0/15-30 mm für 700 Euro platzieren könnte… entscheidet der Preis. Doch einen weit größeren Treffer könnte Nikon mit der Ankündigung einer Nikon D700 VR landen,
einer Vollformat mit eingebautem Stabilisator für alle Objektive. Ich weiß, das wird Nikon wohl nie tun, weil sie jetzt einmal
aufs „falsche“ Pferd bzw. auf das Pferd, dass zwar nicht mehr Nutzen aber mehr Umsatz verspricht, gesetzt haben.
Vielleicht erkennt das ja Canon? :-))

Aber solange Fotografen behaupten der VR oder IS wäre deutlich besser als die Systeme von Olympus, Sony und Pentax –
was er definitiv allenfalls einmal im Einzelfall ist – solange werden sie den Mehrpreis für weniger Fortschritt zahlen.
Es zeigt sich deutlich, dass allen Objektiven ohne Bildstabilisierung wegen der hohen Sensorauflösungen langsam die Puste ausgeht.

Auch Stative sind kein Allheilmittel, bringen nicht nur gestalterische Probleme sondern können bei einigen Belichtungszeiten nicht überzeugen. VR ist in jedem Falle eine Hilfe.

Damit ist dann das AF-S 2,8/14-24 mm für die allermeisten uninteressant, zumal der VR vom neuen Zoom mehr wert ist,
als eine Blende.

Einen ausführlichen Test lesen Sie bald
im neuesten Blitz-Licht!

Was fehlt bei über 48 aktuellen und  109 bisher
produzierten AF-Objektiven (Objektiv-Varianten) denn noch im
Nikon DSLR-System
dringend?

AF-S DX 2,8/16-55 mm VR
AF-S DX 4,0/16-85 mm VR
AF-S DX 2,8/50-150 mm VR Micro
AF-S DX 2,8/16 mm
AF-S DX 1,4/20 mm
AF-S DX 1,2/45 mm

 



AF-S 4,0/24-120 mm VR
AF-S 4,0/50-300 mm VR
AF-S 4,0/70-200 mm VR
AF-S 4,5-5,6/80-400 mm VR
AF-S 2,8/100-300 mm VR
AF-S 4,0/100-400 mm VR
AF-S 1,4/28 mm
AF-S 1,4/35 mm
AF-S 1,4/85 mm
AF-S 1,8/85 mm VR
AF-S 1,2/90 mm
AF-S 1,8/135 mm VR
AF-S 4,0/300 mm VR
AF-S 3,5/400 mm VR
AF-S 5,6/800 mm VR

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Auch neu: Nikkor AF-S 1,4/24 mm - spannender Exot!

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Ein so hochlichtstarkes Super-Weitwinkel hielten ja viele am Nikon Bajonett für unmöglich. Ich schließe mich da mit ein. Wenn es Nikon geschafft hat mit einem größeren Bildkreis die Ecken des Sensors ganz mit Licht zu fluten, dann Hut ab!
Von dem Canon EF 1,4/24 mm L, das es seit vielen Jahren gibt bin ich begeistert, denn 24 mm ist genau meine liebste Brennweite unterhalb von 85 mm.
Spannend wird auch, ob Nikon hier eine schnelle Fokussierung sicherstellen kann, denn das zuletzt vorgestellte AF-S 1,4/50 mm ist da eine große Enttäuschung.
Der optische Aufbau ist vergleichbar aufwendig wie der von Canon, nur verwendet Nikon die aufwendigere Blendenkonstruktion.

Allerdings ist der angepeilte Preis von 2150 Euro total überzogen, Canon verkauft sein geniales Glas für 1500 Euro, was auch nicht gerade günstig ist.
Nikon schließt auf… mal sehen was Sony und Olympus dazu noch einfällt.

Wenn ich mir heute ein Nikon System für den vernünftigen DX-Sensor zusammen stellen müßte, könnte das so aussehen:
AF-S 3,5-4,5/10-24 mm
AF-S 3,5-5,6/16-85 mm VR (notgedrungen
– zu lichtschwach!) oder lieber
AF 2,8/17-50 mm Tamron
AF 2,8/70-200 mm HSM Sigma (notgedrungen, da preiswert)
AF-S 3,5-5,6/18-200 mm VR II
AF 1,8/85 mm (notgedrungen – da ohne AF-S und VR!))
AF-S 2,8/105 mm Micro VC
AF-S 4,0/300 mm (notgedrungen
– Da ohne VR)) oder gleich ein:
AF-S 2,8/300 mm VR II (notgedrungen, da bei f: 2,8 nicht wirklich herausragend!)
Die Preise für 2,8/17-55 mm; 2,8/70-200 mm VR II; 2,8/400 mm; 4,0/500 mm sowie für alle neuen FX-Objektive wäre ich nicht bereit zu zahlen. Das 80-400 mm VR wäre mir zu langsam, das 4,0/200-400 mm VR wäre mir zu wenig brillant und VR kaum brauchbar.

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