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Nikon-Übung: Nikkor AF-S 1,8/35 mm G DX
Innovationskraft nenne ich das nicht gerade, das Nikon für sein wiedererstarktes digitales Kamerasystem
alle halbe Jahr ein neues Objektiv vorstellt…Nikkor AF-S 1,8/35 mm klingt zu nächst trotzdem wie ein Knaller – endlich AF-S, vor allem zum angepeilten Preis von 229 Euro. Klasse, wenn da nicht das irritierende
Kürzel DX wäre… DX – das war doch, ach ja, dieses fast in Vergessenheit geratene Objektivserie für so tolle Kameras wie die D200; D300; D90; D80; D60; D40 etc. Also im Umkehrschluss keine reizvolle
Reportage-Festbrennweite, die für digitale Kleinbildkameras al la D700; D3 und D3x geeignet wäre… Mist! Einerseits ist das ja ein tolles Signal, das es für den kleinen Sensoren auch noch weiter geht, das in
wirtschaftlich sehr schwierigen Jahren doch der preiswerte Sensor seine Bedeutung keineswegs verlieren kann und Vollformat nur eine exotische Randerscheinung bleibt. Selbst Nikon bestätigt, das DX-SLR-Kameras
mindestens 80% aller verkauften Kameras ausmachen. DX gibt es seit 10 Jahren, wird Zeit das sich da wieder etwas bewegt. Andererseits hätte es eine vergleichbare lichtstarke Originalbrennweite von rund 52 mm
schon zu Einführung des DX-Formats geben müssen! Befremdlich ist die Redux-Version, reduziert auf das Glas und eine Fassung, kein Blendenring mehr, keine Entfernungsscala und alles Plaste bis aufs Bajonett. Ohne
Blendenring machen diese lichtstarken Festbrennweiten weit weniger Spaß! Die Lichtstärke f:1,8 geht schon in Ordnung, damit es nicht zu teuer wird und Luft bleibt für ein f:1,2. Ein f: 1,4 fände ich dagegen nicht
mehr wichtig. Die Brennweite hätte ich mir lieber kürzer gewünscht, maximal 30 mm, da sonst wieder ein f 1,8/23 mm oder gar ein f: 1,8/18 mm zusätzlich notwendig wird. Ob solche DX-Brennweiten jemals realisiert
werden, wo Nikon uns schon kein AF-S 1,8/60 mm DX Porträt-Tele oder ein AF-S 2,8/16-60 mm VR DX Zoom schenken will! Die 8 Linsen in 6 Gruppen sind die klassische Konstruktion, sie beinhalten aber erstmals eine
asphärische Hybridlinse. Die Naheinstellgrenze liegt mit 30 cm deutlich unter der von 50 mm Brennweiten (Achtung mögliche Verzeichnung im Nahbereich!). Die Blendenkonstruktion besteht nur aus 7 Lamellen, und es
wiegt 210 g bei 5,2 cm Länge und 52 mm Filterdurchmesser. Der Preis… ist dann aber wirklich durchgeknallt – bisher waren DX-Objektive rund 1/3 preiswerter. Hier dreht Nikon das Prinzip um und verdoppelt den Preis
beinahe. Denn das lange erhältliche Kleinbild-Pendant AF-D 1,8/50 mm hat immer rund 100 Euro gekostet und kostet derzeit 129 Euro. Trotz AF-S ist ein solcher Preissprung keineswegs gerechtfertigt. Zumal diese
Festbrennweite noch von relativ vielen Fotografen gekauft wird. Eine Schönheit ist es jedenfalls nicht geworden. Mal sehn ob Canon mehr auf der Pfanne hat…
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